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21.06.2026
Nachtdienst im Bergwerk und Idylle auf der Regnitz: Das Bamberger Wochenende des TTC 95
Bamberg wird häufig auch als das „fränkische Rom“ bezeichnet, was unter anderem daher rührt, dass ein ehemaliger Bischof Bambergs später zum Papst gewählt wurde und sich später auf eigenen Wunsch im Bamberger Dom bestatten ließ, was diese Stätte zum einzigen Papstgrab nördlich der Alpen macht! Aha! Außerdem bietet die Stadt mit vielen historische Gebäuden und Brücken wie auch dem Klein Venedig entlang der Regnitz zahlreiche interessante Orte. Aber eigentlich liegt der Hund ganz wo anders begraben. Mit der weltweit größten Brauereidichte im Bamberger Land und allein 11 familiengeführten Brauereien im Bamberger Stadtgebiet ist Bamberg prädestiniert für den TTC 95 als Ausflugsziel.
Mitte Mai machten sich ein Kleinbus und einige Privat PKWs vom Ausweichtreffpunkt Bahnhof (die Rallye Dakar Strecke zum TTC 95 Vereinsheim an der Forsthausstraße war uns zu wenig anspruchsvoll) ab in Richtung Franken. Gegen die Mittagszeit war die zentral gelegene Unterkunft erreicht und nach einem kurzen Check-in ging es in die nur 100 Meter entfernte Spezial-Brauerei, wo man direkt in die heimische Brauerkunst eintauchen konnte. Während unser Spengler Hans alle Bamberg-Neulinge zu einem Spezial (Rauchbier) verführen wollte, stand die erste Lektion durch unseren Biersomelier Alfred Henninger an, dass man als Alternative doch die kürzeste Bierbestellung der Welt abgeben solle: „a U“. Übersetzt heißt das: „ein Ungespundetes“ was einem Hellen nach für Franken besondere Brautechnik (ohne Holzzapfen als Verschluss bei der Gärung) entspricht. Nachmittags wurde dann die erste Exkursion in die Altstadt gestartet, bei der das Alte Rathaus bestaunt und ein erster Blick auf das Klein-Venedig erhascht werden konnte. Vor dem Start des Abendprogrammes setzte noch Regen ein, welcher der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Während ein Teil der Gruppe in der Braueri Fässla Zuflucht suchte, sammelte sich der Rest um die Hotelbar bevor es geschlossen zu Fuß zur Brauerei Maisel ging. Bei zünftigem fränkischen Esssen und gutem Bier wurde hier bis weit in den Abend hinein geschlemmt und gelacht. So wie ein Teil im Anschluss im Hotel den Tag ausklingen ließen, ging es für die jungen Wilden noch „unter Tage“ ins Bergwerk Bamberg, wo sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nachtsagen, sondern auch die Tischtennisler aus Odenheim den Barkeepern beim Abschließen.
Der Samstag begann mit einer organisierten Bootsfahrt über die Regnitz. Vorbei an malerischen Silos, Flussfahrtkreuzschiffen und Hafenindustrie war sicherlich einer der Höhepunkte die Schleusenmauer mit dem berühmten Bamberger Moos, die sowohl 15 Minuten bei der Anfahrt, wie auch 15 Minuten bei der Rückfahrt dieser idyllischen 1-stündigen Bootsfahrt zu bestaunen war. Nach der viel zu schnell vorübergangenen Bootsfahrt stand noch ein Pflichtbesuch beim Bamberger Dom an, bei dem wir in einer Privatführung von unserem Koni zahlreiche spannenden Infos auch abseits der Standardlektüre, Danke dafür. Auch die Schnitzeljagd nach dem Bamberger Reiter im inneren des Doms durfte nicht fehlen. Gegen unseren stattlichen Linsabauch hat das kleine Männchen auf seinem Esel zwar keine Chance, aber einigermaßen ansehnlich war das Wahrzeichen Bambergs dann doch. Von hier aus ging es in einem Weg abseits der Touristenströme zum Spezial-Keller. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich hier nicht um einen Keller, sondern einen Biergarten, in diesem Fall sogar mit bester Sicht auf die Altstadt und den Dom. Abschluss des Tages war im Gasthaus Greifenklau, zumindest vom offiziellen Teil. Einige Teilnehmer des Ausflugs waren aber noch zum Nachtdienst im Bergwerk nochmals verdonnert, der pflichtgemäß bis zur Schließung des Stollens wieder angetreten wurde.
Während der Heimfahrt sonntags gab es zur Mittagszeit noch eine Einkehr im Badischen Hof im Badisch-Fränkischen bei Tauberbischofsheim, was den krönenden Abschluss eines wieder sehr gelungenen Ausflugs des TTC 95 Odenheim über alle Alters- und Mannschaftsklassen darstellte. Ein großes Dankeschön geht an das Organisations-Team Ralf und Rainer (auch bekannt als Präsident) für die Planung des Ausflugs.
Th.K.
R W - 19:15 @ Allgemein
